Behandlung einer internen Resorption

Von Dr. med. dent. Dunja Zimmermann

Abb.1: Zahn 44: Deutlich erkennbare typische kreisrunde Aufhellung im mittleren Teil der Wurzel. Im unteren Teil der Wurzel ist der Kanalverlauf kaum noch sichtbar.

Abb.1: Zahn 44: Deutlich erkennbare typische kreisrunde Aufhellung im mittleren Teil der Wurzel. Im unteren Teil der Wurzel ist der Kanalverlauf kaum noch sichtbar.

Eine sehr seltene Erkrankung des Wurzelkanals stellt die interne Resorption dar (1).

Meistens wird sie zufällig bei einer Röntgen Kontrolluntersuchung als kreisrunde Aufhellung innerhalb der Zahnwurzel entdeckt. Eine interne Resorption verursacht in der Regel keine Beschwerden. Manchmal klagen die Patienten jedoch über Schmerzen an dem betroffenen Zahn, bei dem sich dann oft eine große Resorption im Röntgenbild darstellt (Abb.1).

Die Ursache einer internen Resorption ist noch nicht eindeutig geklärt. Es werden Traumata, kieferorthopädische Behandlungen oder chronische Entzündungen des Zahnnervs als Ursache diskutiert (2).

Abb.2: Der untere Teil des Kanalverlaufs konnte mit Hilfe des Operationsmikroskops dargestellt, aufbereitet und gefüllt werden.

Abb.2: Der untere Teil des Kanalverlaufs konnte mit Hilfe des Operationsmikroskops dargestellt, aufbereitet und gefüllt werden.

Die Behandlung einer internen Resorption erfolgt über eine Wurzelkanalbehandlung mit Entfernung des entzündlichen Gewebes aus dem Kanal. Je nach Lage und Größe der Resorption ist die Behandlung sehr schwierig und kann nur mit dem Operationsmikroskop durchgeführt werden.

Zunächst wird der Teil der Wurzel unterhalb der Resorption aufgesucht, aufbereitet, desinfiziert und mit Guttapercha, dem üblichen Wurzelfüllmaterial, gefüllt (Abb.2).

Abb.3: Die fertige Wurzelkanalfüllung mit MTA Füllung in der Resorptionslakune und flüssiger Guttapercha im oberen Wurzelkanal.

Abb.3: Die fertige Wurzelkanalfüllung mit MTA Füllung in der Resorptionslakune und flüssiger Guttapercha im oberen Wurzelkanal.

Anschließend wird je nach Erreichbarkeit der Resorptionslakune diese mit MTA (Mineral Trioxid Aggregat) einem biokompatiblen Spezialzement oder mit flüssiger Guttapercha aufgefüllt (3) (Abb.3).

Im Anschluss an die Wurzelkanalbehandlung ist es wichtig den Zahn zu stabilisieren. Dies geschieht je nach Größe des Defekts mit einer adhäsiven Einlagefüllung oder Überkronung des Zahnes.

Literatur:

    1. Herforth and Taintor, Idiopathic internal resorption, Dtsch. Zahnärztl. J. 1974
    2. ZWP online, Endodontologie, Dr. Matthias Widbiller 17.02.2020
    3. GS Heitherway, Managemant of tooth resorption, Australien Dental Journal, 2007, 52