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Entfernung von Weisheitszähnen

Von ZA Birwa Omer

 

Bild 1, Platzmangel und durchbruchsbehinderte Weisheitszähne

Bild 1, Platzmangel und durchbruchsbehinderte Weisheitszähne

Der Weisheitszahn ist der letzte Zahn in der Mundhöhle. Es ist der Zahn, der in der Wachstumsphase als letzter Zahn gebildet wird. Bei den meisten Europäern reicht der Platz im Kiefer für diese Weisheitszähne nicht aus ( s. Bild 1), so dass sie sich häufig nicht korrekt in die Zahnreihe einordnen können.

in der Regel wird neben der allgemeinen zahnärztlichen Untersuchung ein Übersichtsröntgenbild (OPG) angefertigt. In speziellen Fällen, z.B. bei einer Lage des Weisheitszahnes nahe an einem Nerven (Unterkiefernerv, S. Bild 2), kann eine dreidimensionale Röntgenaufnahme (DVT) erforderlich werden.

Mit Komposit gefüllter Zahn

Bild 2, Unterkiefernerv nahe Weisheitszahnwurzel

Die Empfehlung zu einer Weisheitszahnentfernung ist immer eine individuelle Entscheidung, es bestehen aber auch Empfehlungen aus der wissenschaftlichen Fachliteratur. Weisheitszähne sollten entfernt werden, wenn Entzündungen vorliegen. Weisheitszähne könen belassen werden, wenn sie tief im Knochen verlagert sind und ein hohes Risiko operativer Komplikationen besteht.

Für die Entfernung von Weisheitszähnen ist im Allgemeinen eine ambulante Behandlung mit lokaler Betäubung ausreichend.

 

Quelle: Leitlinie Operative Entfernung von Weisheitszähnen 2012AWMF-Registernummer 007-003 www.awmf.org/leitlinien

Was ist ein Komposit?

Von Dr. Oliver Klenk, MSc, MSc

 

Zahn mit Karies

Zahn mit Karies

Vielleicht haben Sie den Begriff „Kompositfüllung“ schon einmal gehört, können aber nicht wirklich etwas mit ihm anfangen. Dann geht es Ihnen wie vielen anderen auch. Möglicherweise haben Sie eine oder mehrere Kompositfüllung im Mund, weil Ihnen Ihr Zahnarzt empfohlen hat, ein hochwertiges Füllungsmaterial zu verwenden und Sie dann aus Vertrauen zu Ihrem Zahnarzt zugestimmt haben. Im folgenden erhalten Sie etwas Information, worin die feinen aber entscheidenden Unterschiede zwischen einfachen und hochwertigen Füllungen bestehen.

Die Bezeichnung „Komposit“ kommt vom lateinischen Begriff für „das Zusammengesetzte“. Es handelt sich im zahnärztlichen Bereich um Kunststoff mit Füllstoffen aus Keramik, Quarz oder Glas. Leicht nachvollziehbar ist der Vorteil der größeren Härte des verarbeiteten Materials. Kunststoff ist ja eher weich und er wird durch die Füllstoffe viel härter gemacht. Dadurch ist der Abrieb der Füllungen, der beim Kauen unvermeidlich ist, viel geringer.

Ein weiterer positiver Effekt durch die Füllstoffe ist die verringerte Schrumpfung des Materials beim Aushärten. Falls Sie schon eine Füllung bekommen haben, kennen Sie das: Das Füllungsmaterial wird in meist mehreren Schichten eingegeben und dann mit einer Lichtlampe ausgehärtet. Bei dieser sogenannten Polymerisation des Kunststoffes schrumpft dieser etwas, was zu Spannungseffekten im Bereich des Füllungsrandes führt, die prinzipiell nicht erwünscht sind. Da die sich Füllstoffe beim Aushärten nicht verändern, das heißt nicht schrumpfen, ist der Effekt der Spannungsbildung viel geringer und damit die Randqualität entsprechend besser. Die Materialien wurden in den letzten Jahrzehnten auch weiter verbessert, indem es gelungen ist, den Anteil der Füllstoffe immer weiter zu erhöhen.

Mit Komposit gefüllter Zahn

Mit Komposit gefüllter Zahn

Ein für die Qualität von Füllungen entscheidender Schritt, der in der Regel bei Kompositfüllungen eingeschlossen ist, ist die Haftvermittlung zwischen Zahnsubstanz und Füllungsmaterial. Damit nicht nur eine rein mechanische Verankerung entsteht, werden Haftvermittler eingesetzt, die eine chemische Bindung zwischen Restzahn und Füllung bewirken. Da Zähne aus zwei Schichten, nämlich Schmelz und Dentin, bestehen, werden bei uns zwei verschiedene Haftvermittler eingesetzt, einer für die Schmelzhaftung und einer für die Dentinhaftung. Man kann sich das ungefähr so verstellen, dass die Zahnoberfläche leicht angeschmolzen wird und dann eine dünn fließende Kunststoffflüssigkeit aufgegeben wird, und sich dieser Bereich auf der einen Seite mit dem Zahn und auf der anderen Seite mit dem Komposit verbindet.

Die Verarbeitung von Kompositen stellt einen gewissen Aufwand dar, wird aber durch langjährige Haltbarkeit belohnt. Und Haltbarkeit bedeutet langfristig auch Zahnerhalt, da bei jedem Füllungstausch wegen erneuter Karies am Bereich des Füllungsrandes Zahnsubstanz verloren geht. Und keine Alternativlösung ist so gut wie stabile eigene Zähne.

Literatur:

Composite materials: composition, properties and clinical applications. A literature review, Zimmerli B, Strub M, Jeger F, Stadler O, Lussi A.Schweiz Monatsschr Zahnmed. 2010;120(11):972-86.

A Comparative Evaluation of Microleakage among Newer Composite Materials: An in vitro Study, Sudhapalli SK, Sudhapalli S, Razdan RA, Singh V, Bhasin A.Contemp Clin Dent. 2018 Oct-Dec;9(4):587-591. doi: 10.4103/ccd.ccd_621_18.PMID: 31772468

Tailoring of physical properties in highly filled experimental nanohybrid resin composites, Pick B, Pelka M, Belli R, Braga RR, Lohbauer U.Dent Mater. 2011 Jul;27(7):664-9. doi: 10.1016/j.dental.2011.03.007. Epub 2011 Apr 22.PMID: 21514956

Investigations on mechanical behaviour of dental composites, Ilie N, Hickel R.Clin Oral Investig. 2009 Dec;13(4):427-38. doi: 10.1007/s00784-009-0258-4. Epub 2009 Feb 26.PMID: 19242739

Parodontitis (could i have it?)

Von Dr. Sabina-S-S Bidgol

 

Zahn Belag, Zahnfleisch angeschwollen

Zahn Belag, Zahnfleisch angeschwollen

Parodontitis (Umgangssprache: Parodontose) ist eine bakterielle Entzündung des Zahnhalteapparates. Parodontitis ist die häufigste Ursache für den Verlust von Zähnen im Erwachsenenalter.

Die Ursachen für den Abbau des Zahnhalteapparates sind unterschiedlich; Zahnbelag (Plaque), genetische Faktoren, Diabetes, Rauchen, Stress begünstigen Parodontitis. Durch chronische Entzündung wird der Kieferknochen zerstört, wodurch es bei fortgeschrittener Erkrankung zu Zahnverlust kommt. Wie stark diese Entzündung ist und wie schnell Sie verläuft, hängt von dem jeweiligen Immunsystem ab.

Typische Symptome können leicht gerötetes, entzündetes Zahnfleisch, Mundgeruch, Zahnfleischrückgang und Zahnlockerung sein. Leider verläuft die Erkrankung oft schmerzlos und wird deshalb oft erst spät entdeckt.

Bei der halbjährlichen Kontrolluntersuchung kann der Zahnarzt eine mögliche Parodontitis mit Hilfe des Sogenannten Parodontalen Screening Index (PSI) feststellen. Hier wird die Tiefe der Zahnfleischtaschen gemessen und die Blutung kontrolliert.

Röntgen Bild, Knochen Abbau

Röntgen Bild, Knochen Abbau

Die Verbesserung der Mundhygiene ist eine Voraussetzung für einen dauerhaften Behandlungserfolg. Daher ist zweimal täglich mindestens zwei Minuten gründliches Zähneputzen wesentlich.

Eine Professionelle Zahnreinigung (PZR) nach individuellem Bedarf ist unverzichtbar.

Bei geschlossenen Parodontitis-Behandlung werden die tiefen Taschen mit Ultraschallgeräten und verschiedenen Handinstrumenten gereinigt.

Damit die Behandlung schmerzfrei abläuft, wird vorher eingespritzt (betäubt), und am Ende der Behandlung  werden antibakterielle Medikamente in die Taschen eingebracht.

Eine Parodontitis ist eine chronische Erkrankung. Wer einmal an einer Parodontitis erkrankt ist, muss dauerhaft nachsorgen. Ein Teil der Parodontitis Therapie ist die regelmäßige PZR und Kontrolle bei Ihrem Zahnarzt.

Quellen:

Anthony W Chow, MD, FRCPC, FACP, "Complications, diagnosis, and treatment of odontogenic infections", ed. UpToDate. Waltham, MA: UpToDate Inc.; https://www.uptodate.com/contents/complications-diagnosis-and-treatment-of-odontogenic-infections?topicRef=3417&source=see_link#H10

Die Wurzelbehandlung zum Erhalt Ihres Zahnes

Dr. med. dent. Fabian Brauchle

 

Verlauf einer Wurzelbehandlung

Verlauf einer Wurzelbehandlung

War früher ein Zahn oder seine Wurzel entzündet oder abgestorben, musste er entfernt werden. Heute können wir mit Hilfe modernster Techniken wie Lupenbrille, Mikroskop, maschineller Aufbereitung, Kofferdam sowie der Verwendung von hochwertigen Materialien Ihren Zahn dauerhaft erhalten (C. Habl, A. Bodenwinkler, H. Stürzlinger, 2005).

Ursache für die Entzündung eines Zahnnervs ist meist eine tiefe Karies, aber auch Unfälle oder Risse im Zahn können Auslöser dafür sein. Die Folgen sind oftmals starke Schmerzen, in einzelnen Fällen kann die Entzündung jedoch auch schmerzfrei sein und symptomlos verlaufen.

Ziel einer Wurzelkanalbehandlung ist es, den entzündeten Nerv (auch Pulpa genannt) zu entfernen, das Innenleben des Zahnes von Geweberesten und Keimen zu befreien und den gesäuberten Wurzelkanal wieder bakteriendicht zu verschließen.

Kontrollbild nach der Wurzelfüllung

Kontrollbild nach der Wurzelfüllung

Zu Beginn der Behandlung wird meistens eine Röntgenaufnahme erstellt, um das Ausmaß der Schädigung zu diagnostizieren. Anschließend wird der Zahn mit einer Anästhesie betäubt und das entzündete Gewebe in den Wurzelkanälen mit grazilen Instrumenten mechanisch entfernt. Eine Längenbestimmung mit einem elektrischen Messgerät hilft dabei, die Länge der Wurzeln zu bestimmen, um eine optimale Versorgung bis zur Wurzelspitze zu gewährleisten. Eine elektrometrische Längenmessung gilt als sicherste Mehtode, die Länge des zu füllenden Wurzelkanals zu bestimmen. Diese wird jedoch bislang noch nicht von der gesetzlichen Krankenkasse übernommen. Mit antibakteriellen Spüllösungen werden dann die Kanäle durchgespült und desinfiziert und anschließend mit einem Wurzelfüllmaterial bakteriendicht abgefüllt. Dadurch kann ein erneutes Eindringen von schädlichen Keimen vermieden werden. In manchen Fällen sollten wurzelkanalbehandelte Zähne wegen der Bruchgefahr später noch durch eine Krone stabilisiert werden.

Literatur:

C. Habl, A. Bodenwinkler, H. Stürzlinger, Wurzelkanalbehandlung an Molaren, Deutsche Agentur für Health Technology Assessment des Deutschen Instituts für Medizinische Dokumentation und Information, Schriftenreihe Health Technology Assessment, Bd. 18, 2005

Christa Klebor

Seit dem 07.05.2020 stellt Frau Christa Klebor ihre Bilder bei uns aus. Die Vernissage musste leider verschoben werden. Hier finden Sie weitere Informationen.

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Vita

Als Werbefachwirtin, Marketingreferentin, Mediengestalterin und freie Malerin war ich bereits in Bremen, Hannover, Stuttgart und Berlin tätig. Seit Mai 2003 lebe ich erneut in Stuttgart. Mein ganzes Leben ist von Farben, Formen und Kreativität begleitet, und es ist mir stets ein Bedürfnis zu Malen. (Beschäftigung mit der Aquarell- und Acrylmalerei, dem Batiken und der Fotografie – Unterricht in verschiedenen Institutionen, bei freischaffenden Künstlern, Kunstakademie Esslingen und Prof. Hans K. Schlegel, Verband der Bildenden Künstler Baden Württemberg, im Juni 2007 habe ich den 3. Preis vom Förderverein der Bildenden Kunst Stuttgart e.V. erhalten). Ausbildung an einer Freien Kunstschule Stuttgart e.V. und Mitglied des Kunstvereins Kunsthöfle sowie Forum Künstlerinnen e.V..

Der Galerist und Maler Willy Wiedmann beschrieb “... die Frauenbilder als Faszination aus Stolz und Ehrerbietung, aus Eleganz und fraulicher Würde. Allein dies gibt dieser thematisch seltenen Ausstellung eine besondere Brillanz. Die Künstlerin begibt sich auf die Spur des russischen Malers A.v. Jawlensky und versucht, wie er, die Frauen malerisch zu ergründen. Eine schöne Aufgabe, in der es viel zu entdecken gibt ...”

Christa Klebor

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